An den Feiertagen hat die Nationalbank der Ukraine (NBU) Geschichtsinteressierten und Sammlern ein symbolisches Geschenk gemacht. Ab morgen, dem 23. Dezember, wird die Gedenkmünze „Bandura“ mit einem Nennwert von 5 Hrywnja offiziell in Umlauf gebracht. Es handelt sich nicht nur um ein Zahlungsmittel, sondern um den ersten Akkord einer neuen numismatischen Serie mit dem Titel „Volksmusikinstrumente“.
Die Idee ist großartig. In einer Ära der Globalisierung und Digitaltechnik lädt die NBU dazu ein, in den Geldbeutel zu schauen und sich an die Dinge zu erinnern, die die Seele einer Nation ausmachen. Die Bandura, dieses einzigartige Symbol der ukrainischen kosakischen Epik und Lyrik, wird nun nicht nur erklingen, sondern auch in den Taschen klimpern. Obwohl, seien wir ehrlich, es unwahrscheinlich ist, dass jemand diese Schönheit für Brot ausgeben wird.
Technologie und Kunst: Wie eine Sammlermünze entsteht
Aus technischer Sicht ist die Neuheit ein Beispiel moderner Münzprägung. Die Münze ist bimetallisch: Der äußere Ring besteht aus Kupfernickel, der innere Einsatz aus der Legierung Nordisches Gold (CuAl5Zn5Sn1). Der Durchmesser beträgt 28 mm, das Gewicht 9,4 Gramm. Die Auflage ist streng auf 30.000 Exemplare limitiert, was ihr Schicksal sofort als Sammlerobjekt und nicht als Alltagszahlungsmittel besiegelt.

Das Entscheidende ist jedoch das Design. Daran arbeitete ein Team von Künstlern: Wolodymyr Taran, Oleksandr und Serhii Kharuk sowie der Bildhauer Wolodymyr Demjanenko. Sie schufen ein Miniatur-Kunstwerk.
- Der Avers (Vorderseite) ist genial in seiner Einfachheit: Das reliefierte Feld ist als Saiten einer Bandura stilisiert, auf denen ein ukrainisches Volkslied in Form eines Barockornaments „aufgezeichnet“ ist. Hier befinden sich auch das kleine Wappen der Ukraine, die Aufschriften „UKRAINE“ und „5 HRYWNJA“, das Prägejahr und das Logo der Münzprägeanstalt der NBU.
- Der Revers (Rückseite) zeigt ein Bild der Bandura selbst, eingerahmt vom gleichen Barockornament und der stilisierten Aufschrift „BANDURA“.
Die Münze ist gesetzliches Zahlungsmittel. Die NBU betont, dass sie überall zum Nennwert von 5 Hrywnja angenommen werden muss. Aber Sie werden zugeben, eine solche Schönheit im Laden für ein Brot auszugeben, liegt schon im Bereich des sammlerischen Masochismus.
Investition in ein Symbol: Was hinter der neuen Serie steckt
Die Einführung der Serie „Volksmusikinstrumente“ ist ein weitsichtiger Schritt. Erstens popularisiert sie den Kulturkodex des Landes in seiner materiellsten Form. Zweitens unterstützt sie den heimischen Sammlermarkt. Die limitierte Auflage und der künstlerische Wert garantieren praktisch, dass der Wert der Münze auf dem Sekundärmarkt mit der Zeit ihren Nennwert übersteigen wird. Für Sammler im deutschsprachigen Raum, die Präzision und limitierte Auflagen zu schätzen wissen, sind solche Emissionen der NBU ein interessantes Feld, das über den Euro-Raum hinausblicken lässt.
Für Unternehmen, insbesondere im Finanz-, Souvenir- und Tourismusbereich, sind solche Emissionen ebenfalls von Interesse. Sie schaffen Anlässe für Themenprodukte, Firmengeschenke und lenken die Aufmerksamkeit auf die Ukraine als Land mit einem reichen kulturellen Erbe, das sogar auf Zentralbankebene geachtet wird.
Ab morgen könnte sich also in unseren Geldbörsen nicht nur ein Fünfer, sondern ein kleines Stück nationaler Seele befinden. Die Hauptsache ist, es im Kleingeld zu erkennen und nicht für Zigaretten auszugeben.
