21. Februar 2026. Die Welt der Technologie hat ihre eigenen Rhythmen. Einige Unternehmen bringen jeden Monat Neuheiten heraus, andere einmal im Jahr, aber so, dass dann die ganze Saison nur über sie gesprochen wird. Huawei scheint die zweite Strategie gewählt zu haben. Am 26. Februar wird das Unternehmen eine große globale Präsentation abhalten und wenige Tage vor dem Ereignis beginnt es, langsam den Schleier zu lüften. Eine der interessantesten Neuheiten ist die Smartwatch Watch GT Runner 2, die sich in erster Linie an Läufer und alle richtet, die Sport ernst nehmen.
Die erste Generation der Watch GT Runner kam 2021 auf den Markt – nach Gadget-Maßstäben ist das bereits eine tiefe Vergangenheit. Damals wurde die Uhr in Zusammenarbeit mit dem zweifachen Olympiasieger im Marathon, Eliud Kipchoge, entwickelt. Einem Mann, der alles über das Laufen weiß, einschließlich der Frage, wie man am 35. Kilometer atmet, wenn der Körper zum Anhalten auffordert. Die Neuheit, so die Teaser, setzt diese Philosophie fort: Schwerpunkt auf ernsthafte Sportanalytik, nicht nur auf Schrittzählung und Benachrichtigungen.
Für Läufer in Deutschland, die sich auf den Berlin-Marathon vorbereiten, oder in der Schweiz, die für den Jungfrau-Marathon trainieren, könnte das Erscheinen einer erschwinglichen Alternative zu Garmin mit intelligenter Analytik ein echter Durchbruch in ihrem Training sein.
Was im neuen Modell versprochen wird
Offizielle technische Daten gibt es noch nicht – das Unternehmen hält die Details bis zum 26. Februar zurück. Aber einiges ist bereits bekannt. Die Hauptfunktion, die von Vermarktern angekündigt wird, ist der „intelligente Marathon-Modus“. Wie das in der Praxis funktionieren wird, kann man nur vermuten, aber die Logik ist klar: Die Uhr soll nicht nur Distanz und Puls aufzeichnen, sondern bei der Trainingsplanung helfen, vorschlagen, wann man beschleunigen und wann man verlangsamen soll, um den Körper lange vor dem Ziel nicht zu verausgaben.
Für diejenigen, die mehr visuelle Informationen wünschen, hat das Unternehmen bereits ein kurzes Video veröffentlicht, in dem der berühmte Läufer Eliud Kipchoge seine Meinung teilt – hier kann man versuchen, das Design der Neuheit zu erkennen. Detaillierte technische Spezifikationen und Gehäusematerialien wurden noch nicht bekannt gegeben – sie werden auf der globalen Präsentation am 26. Februar vorgestellt.

Nicht nur eine Uhr
Der 26. Februar verspricht insgesamt reich an Neuheiten zu sein. Gerüchten zufolge, die von den Medien angeheizt werden, könnten zusammen mit der Watch GT Runner 2 die Band 11 Pro, die globale Version des Smartphones Mate 80 Pro, die Kopfhörer FreeBuds Pro 5 und das Tablet MatePad Mini gezeigt werden. Das Ereignis wird also keine punktuelle, sondern eine umfassende Aktualisierung der Produktlinie sein.
Übrigens, Huawei hat sich in letzter Zeit im Wearable-Segment generell aktiviert. Kürzlich begann das Unternehmen in Europa mit dem Verkauf goldener Smartwatches für 3299 Euro – mit eSIM-Unterstützung und offenbar mit Blick auf diejenigen, denen Technologie allein nicht ausreicht, die auch Luxus wollen. Außerdem brachte es einen plüschigen KI-Assistenten heraus, der spricht und sich die Stimmung merkt. Er kostet nur $57, aber das ist eine ganz andere Geschichte.
Wer braucht das
Betrachtet man den Markt für Smartwatches objektiv, so ist die Lauf-Nische eine der wettbewerbsintensivsten. Da sind Apple mit seiner Watch, und Garmin, das schon lange zum Standard für Marathonläufer geworden ist, sowie Polar und Coros. Aber Huawei hat einen Vorteil: Preis und Ökosystem. Wenn die Watch GT Runner 2 eine vergleichbare Funktionalität zu einem vernünftigeren Preis und mit normaler Integration in Android (und ihren eigenen Diensten) bietet, warum nicht?
Eine andere Sache ist, dass die Uhren außerhalb Chinas ohne Google-Dienste immer noch im Modus „fast gut, aber nicht ganz“ existieren. Fairerweise muss man jedoch sagen, dass Huawei in den letzten Jahren gelernt hat, seinen AppGallery und HMS durchaus brauchbar zu machen. Die Frage ist nur, ob ein Läufer, der sein Training mit Dutzenden von Apps synchronisieren muss, bereit ist, sich mit einem alternativen App-Store abzufinden. Die Antwort auf diese Frage werden wir nach Verkaufsstart erfahren.
Was kommt als Nächstes
Bis zum 26. Februar bleibt weniger als eine Woche. Es gibt noch keine Leaks mit den vollständigen Spezifikationen, was an sich überraschend ist – normalerweise ist das Internet in den letzten Tagen vor einer Präsentation mit „Leaks“ überschwemmt. Vielleicht ist es Huawei tatsächlich gelungen, die Spannung zu halten. Oder die Neuheit ist einfach nicht revolutionär genug, um vorzeitig darüber zu schreiben.
Für diejenigen, die sich für die möglichen Spezifikationen und Fähigkeiten der Neuheit interessieren, gibt es ein Teaser-Video mit einer stichpunktartigen Beschreibung. Detaillierte Informationen über den Prozessor, die Genauigkeit der Sensoren und die Akkulaufzeit werden nach der offiziellen Ankündigung erscheinen.

Ich persönlich werde die Präsentation mit einem Ziel verfolgen: Kann die Uhr eine echte Alternative zu Garmin für diejenigen werden, die nicht zu viel für die Marke bezahlen wollen und bereit sind, im Huawei-Ökosystem zu leben? Wenn ja, bekommt der Markt für Laufuhren einen sehr starken Spieler. Wenn nicht, bleibt sie eine weitere „auch nicht schlecht, aber nehmen Sie lieber das Bewährte“. Die Zeit wird es zeigen.
