An der New Yorker Warenbörse (COMEX) hat sich heute, am 11. April 2011, ein historisches Ereignis zugetragen. Die Silbernotierungen überschritten erstmals seit 31 Jahren die psychologisch wichtige Marke von 41 US-Dollar je Feinunze. Dieser Sprung bestätigt einen mächtigen Aufwärtstrend und macht das „Mondmetall“ für Anleger, die eine Alternative zu Gold suchen, immer attraktiver.
Ein neues historisches Hoch
Im heutigen Handelsverlauf erreichte der Höchstpreis für eine Silbertransaktion an der COMEX 41,975 US-Dollar je Unze. Dies ist der höchste Stand seit Januar 1980. Damit hat der Markt offiziell einen jahrzehntealten Rekord eingestellt und Preisniveaus erreicht, die seit über drei Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurden.

Die Dynamik der letzten Tage verstärkt diesen Eindruck nur. Bereits am Ende des Handels am Freitag, den 8. April, stieg der offizielle Settlement-Preis für Silber-Futures mit Lieferung im Mai um 2,7 % und wurde auf 40,608 US-Dollar je Unze festgelegt. Das war ebenfalls ein Hoch, allerdings seit Februar 1980.
Silber an der COMEX wird auch heute noch auf Basis der Handelsergebnisse vom 8. April 2011 bewertet. Sein offizieller Preis stieg um weitere 2,7 % und wurde erstmals seit 31 Jahren oberhalb der 40-Dollar-pro-Unze-Marke festgesetzt.
Was treibt den Markt an?
Die Silberrally findet nicht im luftleeren Raum statt. Sie hängt direkt mit dem Anstieg der Goldpreise zusammen, die am 8. April erstmals die Marke von 1.470 US-Dollar je Unze überstiegen. Vor dem Hintergrund teurer werdenden Goldes wird Silber, das traditionell als sein „kleiner Bruder“ gilt, wieder zu einer zugänglicheren Investmentalternative, die sowohl institutionelle als auch private Anleger anzieht.
Die Statistik spricht für sich: Allein in den letzten fünf Handelstagen (4. bis 8. April) stieg der Silberpreis an der COMEX um 2.887 US-Dollar oder fast 7,6 %. Ein solches Wachstum in kurzer Zeit unterstreicht das hohe Maß an Interesse und Volatilität auf dem Markt.
Am Freitag, den 8. April, bewegte sich der Handel in einer weiten Spanne: Tiefstkurs — 39.515 US-Dollar, Höchstkurs — 40.960 US-Dollar je Unze. Zum Vergleich: Auf dem Kassamarkt für Edelmetalle in London wurde der offizielle Silberpreis am 8. April auf 40.220 US-Dollar je Unze festgelegt.
Warum ist das für die ukrainische und deutschsprachige Wirtschaft und Investoren wichtig?
Rekordpreise bei Rohstoffen und Edelmetallen sind nicht nur eine Nachricht für die Weltbörsen. Es ist ein Faktor, der die wirtschaftliche und investive Agenda direkt beeinflusst. Für deutschsprachige Anleger, die 2011 nach der Finanzkrise nach inflationsgeschützten und diversifizierenden Anlagen suchten, konnte dieser Silberrekord ein Indiz für die Stärke von „sicheren Häfen“ neben Gold sein.
Für Anleger: Silber bestätigt seinen Status als „Sicherheitsanker“ in Zeiten der Unsicherheit. Sein Anstieg kann auf Inflationserwartungen und ein schwindendes Vertrauen in traditionelle Währungen hindeuten. Für Anleger, die ihre Portfolios diversifizieren möchten, eröffnet dies neue Möglichkeiten.
Für die Wirtschaft: Der anhaltende Preisanstieg bei Edelmetallen beeinflusst verwandte Branchen – von der Schmuckherstellung bis hin zu Hochtechnologie-Sektoren, in denen Silber als Industriemetall verwendet wird. Unternehmen müssen diese neuen Preisrealitäten in ihrer Logistik und Kalkulation berücksichtigen.
Wie geht es weiter?
Der Durchbruch der 41-Dollar-pro-Unze-Marke eröffnet dem Silber den Weg zur weiteren Erprobung von Höhen. Der Markt zeigt außergewöhnliche Stärke, angeheizt sowohl von der allgemeinen „Hausse“-Stimmung bei Edelmetallen als auch von der Suche nach alternativen Anlagen. Anleger sollten jedoch bedenken, dass auf einen raschen Anstieg eine ebenso starke Korrektur folgen kann, wie sie für volatile Rohstoffmärkte typisch ist.
